Nicht jede Übungssituation ist ein Zweiergespräch. Eine Hochschulprüfung hat eine prüfende und eine beisitzende Person, ein Konfliktgespräch eine zweite Partei, eine Fallbesprechung gleich mehrere Beteiligte. Deshalb legen Sie seit dem Prod-Fenster im September je Szenario die Gesprächsform fest: wie viele Figuren im Bild sind, welches Gesicht und welchen Namen jede trägt, welche Rolle sie einnimmt und wann sie sich einschalten soll.

Die Formen im Überblick

Tandem zeigt zwei Figuren dauerhaft nebeneinander. Sie sehen die ganze Zeit, wie beide reagieren, auch die Person, die gerade schweigt. Spotlight zeigt ebenfalls zwei Figuren, aber in einem Fenster: Das Bild blendet jeweils auf die Person über, die das Wort hat. Meeting stellt eine Figur groß dar und bis zu vier weitere als Kacheln daneben; das große Bild wechselt zur sprechenden Person. Meeting Plus arbeitet genauso, lädt die nächste sprechende Figur aber schon vor, wodurch der Wechsel flüssiger wirkt.

Tandem, Spotlight und Meeting Plus gehören zur Stufe Enterprise, Meeting ab Premium. Die Form hängt am einzelnen Szenario, nicht am Szenario-Set: Ein Einzelgespräch und eine Prüfung mit Beisitz dürfen im selben Set liegen.

Vier Muster, die sich anbieten

Die zweite Person unterstützt. Eine Figur führt das Gespräch, die zweite hört zu, macht sich Notizen und hakt an einer Stelle nach. Das bildet die Prüfung mit Beisitz ab, aber auch das Beratungsgespräch, bei dem eine Kollegin dazukommt und eine Rückfrage stellt.

Die zweite Person hat eine andere Rolle. Zu einer Sachbearbeiterin tritt eine Fachkraft, zu einem Patienten eine Angehörige, zu einer Kundin ein Techniker. Die lernende Person muss dann zwei Erwartungen gleichzeitig bedienen, und genau daran scheitern echte Gespräche oft.

Zwei Positionen streiten, Sie moderieren. Beide Figuren bekommen gegensätzliche Standpunkte und die Anweisung, sie zu vertreten. Die lernende Person sitzt dann zwischen zwei Standpunkten und muss zwischen ihnen vermitteln.

Fünf Perspektiven an einem Tisch. Im Meeting lassen sich bis zu fünf Figuren besetzen, etwa ein Gremium, ein Projektteam oder eine Kommission. Jede Figur bekommt eine eigene Haltung mit, und das große Bild folgt der Person, die gerade spricht.

Was Sie bei der Planung wissen sollten

Maßgeblich ist die Stufe des Kurses. Liegt ein Kurs darunter, führt er dasselbe Szenario als Einzelgespräch; bei den Zwei-Fenster-Formen sagt die Anwendung das der lernenden Person. Tandem teilt den Bildschirm und braucht deshalb ein Fenster von mindestens 900 Punkt Breite, auf schmaleren Geräten läuft das Szenario ebenfalls als Einzelgespräch. Die Gesprächsminute zählt einmal, unabhängig von der Zahl der Figuren; der Mehrpreis steckt in der Credit-Rate der Stufe.

Eingerichtet wird die Form im Studio-Setup unter „Gesprächsform" oder im klassischen Szenario-Editor. Die Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie das geht.